Über 20'000 Ärzte und Ärztinnen im Praxissektor. Doch wie gelingt die Praxiseröffnung?

Viele Ärztinnen und Ärzte träumen von der Selbstständigkeit. So steigt denn auch seit Jahren die Zahl der Praxisgründungen, vor allem Gruppenpraxen boomen. Trotz allem ist die Praxiseröffnung kein Kinderspiel. 

Viele finanzielle und rechtliche Hürden müssen genommen werden, vor allem für die ausländische Ärzteschaft ist die Selbstständigkeit in der Schweiz mit vielen Auflagen verbunden. Viele ausländische Ärztinnen und Ärzte sind von Zulassungsbeschränkungen im ambulanten Bereich betroffen. Verkompliziert werden diese durch immer neue Regelungen. Mit der neuesten Gesetzesänderung bspw. (tritt voraussichtlich auf den 1. Juli 2021 in Kraft) muss gemäss der FMH mindestens eine dreijährige Tätigkeit im beantragten Fachgebiet an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte vorliegen. Erfahren Sie mehr dazu in der Rubrik Mediziner:innen aus dem Ausland!

Eine weitere initiale Hürde, die die Sie als Arzt/Ärztin nehmen müssen, ist die Entscheidung für eine Einzel- oder Gruppenpraxis. Bereits 2011 schrieb das Tagblatt: «Die Zukunft des Hausarztes heisst Gruppenpraxis.» Die häufigsten Argumente der Gruppenpraxenbefürworter: 1. Gruppenpraxen ermöglichen es, Teilzeit zu arbeiten und flexibler zu sein. 2. Gruppenpraxen vereinfachen die Suche nach einer Nachfolge. 3. Gruppenpraxen sind attraktiver für Patient:innen, da die Öffnungszeiten meist länger sind als bei einer klassischen Einzelpraxis. Wussten Sie, dass der Boom an Gruppenpraxen sich sogar positiv auf den Ärztemangel in der Schweiz auswirken könnte? Mehr dazu in Blog.

Dr. Erat gibt im Interview Tipps für eine erfolgreiche Praxiseröffnung.